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Kärntner Saatbau GenmbH
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Editorial Saatbau Aktuell Herbst 2009

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Von: DI Rainer Frank

28.09.09 15:22

Liebe Leserinnen und Leser, 


die Getreideernte 2009 ist Geschichte und das letzte Jahr wird auch wieder in die Geschichtsbücher der Landwirtschaft eingehen. Die österreichische Landwirtschaft steht einmal mehr vor einer /  mehreren neuen Herausforderungen. Aber der Reihe nach. Die Getreideernte in Österreich ist mengenmäßig und qualitativ als gut zu beurteilen, es gab aber regionale Unterschiede. In Kärnten ging die Getreideernte relativ zügig über die Bühne. Trotz des späten Beginns der Getreideernte um den 10. Juli wurde die Ernte um den 10. August auch schon wieder abgeschlossen. Auch Europa- und Weltweit zeigt sich eine durchaus zufriedenstellende Ernte, die großen Agrarnationen verweisen teilweise auf Rekordernten, die gepaart mit den Restbeständen der letzten Jahre zu Schwierigkeiten in der Vermarktung und einem massiven Preisverfall bei den agrarischen Produkten führen.


Die Stimmung in der Landwirtschaft ist trotz oder wegen der sehr guten Ernte am Tiefpunkt angelangt. Nicht alleine die niedrigen Preise dämpfen die Motivation der Landwirte, die hohen Betriebsmittelpreise zum letzten Anbau führen teilweise zu negativen Deckungsbeiträgen. Ähnlich schwierig wird die Situation bei der Hauptkultur Mais zur bevorstehenden Ernte werden. Hohe Kosten mit voraussichtlich niedrigen Erntepreisen werden ebenfalls zu negativen Deckungsbeiträgen führen.


Trotz der getrübten Stimmung zeigen die Prognosen längerfristig wieder nach oben. Nur - wer kann kurz- bis mittelfristig negativ wirtschaften? In den letzten Jahren gab es in der österreichischen Landwirtschaft einen Investitionsboom. Die vermeintlich höheren Erlöse wurden in die Betriebe reinvestiert, Rücklagen gibt es daher nicht viele. Investitionen und Neuanschaffungen beleben die Wirtschaft. Diese Bereitschaft wird in den nächsten Jahren zurückgehen. Unsere Politik hat vor Monaten bereits Vorarbeit geleistet, indem sie Förderungen  gekürzt oder sogar gestoppt hat.


Die Getreidepreise sind teilweise am untersten Interventionsniveau angelangt und viele Händler und Verarbeiter sind froh, dass es auch andere Alternativen zur tierischen Verfütterung oder dem menschlichen Verzehr gibt. In Zeiten wie diesen wären zusätzliche Ethanol- oder Biogasanlagen dringend erforderlich.
Die gegenwärtige Situation verleitet nicht zu Freudensprüngen. Die knappen Lagerbestände aus der Vergangenheit wurden durch die Rekordernten der letzten 3 Jahre wieder aufgebaut. Ein gezielter und verstärkter Einsatz von Betriebsmitteln hat Wirkung gezeigt.

 

Man sieht, dass die Landwirtschaft enormes Potential hat und die Grenze nach oben noch lange nicht erreicht ist. Die Verhältnismäßigkeit zwischen Einsatz und Ertrag muss aber gegeben sein.

 

Ein Missverhältnis  wie in den letzten beiden Jahren, wo teure Betriebsmittel eingekauft und niedrige Erlöse erzielt wurden, dass wird sich die Landwirtschaft  bzw. die Wirtschaft im Allgemeinen nicht lange leisten können.







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Beginn: 9:30 Uhr

Aufzuchtstation Ossiacher Tauern

Tauern 1, 9560 Feldkirchen

 

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