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28.09.09 14:42 Die Produktion von Mahl- und Qualitätsweizen stellt im Bioanbau jedes Jahr eine neue Herausforderung dar. Neben der Ertragshöhe und Ertragssicherheit ist die innere Qualität für eine erfolgreiche Vermarktung entscheidend.
Will man dieses Segment bedienen, sind Sorten notwendig, die eine hohe genetische Proteinleistung erbringen notwendig: solche Sorten bewegen sich in der Qualitätsgruppe 7 bis 9. Die Kärntner Saatbau bietet hier folgende Sorten an:
Antonius ist ein Grannenweizen der Qualitätsgruppe 8, der auf allen mittleren und besseren Böden angebaut werden kann. Auf seichtgründigen Standorten treten Ertragsschwankungen – wie auch bei vielen anderen Weizensorten auf. Die mittel- bis langstrohige Sorte weist eine gute Standfestigkeit auf, ist weitgehend tolerant gegenüber Rostkrankheiten und mittelstark anfällig gegenüber Blatt- und Ährenseptoria.
Die alte Sorte Erla Kolben weist die höchste Backqualitätsgruppe 9 auf und eignet sich insbesondere für extensivere Standorte. Erla Kolben ist sehr langstrohig, stark anfällig gegenüber Braunrost und mittel anfällig gegenüber Septoria.
Diese neue Sorte eignet sich besonders für die Gunstlagen des Weizenanbaues in Kärnten. Diese Sorte reift früh, ist relativ kurzstrohig und praktisch resistent gegen Braunrost. Eine erhöhte Anfälligkeit besteht gegenüber Septoria und DTR Blattdürre. In Feuchtlagen besteht das Risiko, dass das sortentypisch hohe TKG nicht erreicht wird und damit der Ertrag leidet. Pannonikus (Qualitätsgruppe 7) erzielt bei mittleren bis hohen Proteinwerten sehr gute Proteinqualitäten und stabile Fallzahlen.
Die mittellange, früh reifende Sorte Saturnus erreicht hohe Proteinwerte und stabile Qualitäten. Aufgrund seiner Anfälligkeiten gegenüber Blattkrankheiten (Braunrost, Septoria) sollte Saturnus in klimatischen Gunstlagen angebaut werden. In Randlagen bzw. sehr feuchten Jahren besteht ein höheres Ertragsrisiko.
Im Detail betrachtet setzt sich der Ertrag aus folgenden Komponenten zusammen:
Im heurigen Jahr erreichen nur wenige Sorten Proteingehalte über 13 %: Antonius, Pannonikus, Renan und der Stamm SZD 9424. Keine dieser Sorten erzielt das notwendige HLG von 78 kg. Stefanus scheitert mit 11,8 % Protein an der 12 % Schwelle, die Ludwig gerade noch erreicht. Alle übrigen Sorten bewegen sich zwischen 12,1 % und 12,9 %. Beim HLG erzielen Stefanus, Lukullus und Capo Werte über 80 kg. Renan und Pannonikus bilden mit 75,7 kg bzw. 74,5 kg die Schlusslichter.
Konsequenzen:
Die Produktion von Speiseweizen guter Qualität ist so etwas wie die Königsdisziplin des Bio-Getreideanbaues. Die optimale Abstimmung von Standort, Stellung in der Fruchtfolge und damit N-Angebot und der Sorte bilden die Grundvoraussetzungen für den Erfolg.
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Beginn: 9:30 Uhr
Aufzuchtstation Ossiacher Tauern
Tauern 1, 9560 Feldkirchen
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