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Schlafsaat als Alternative zur Frühjahrsansaat in Hochlagen

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Von: DI (FH) Christian Tamegger

16.11.09 08:26

Eine der Grundregeln einer sicheren Begrünung ist, die Begrünung so früh wie möglich in der Vegetationsperiode vorzunehmen. Dadurch kann die Winterfeuchte optimal ausgenutzt werden. In der Praxis verschiebt sich der Begrünungszeitpunkt oft deutlich in Richtung Hochsommer bis Frühherbst. Speziell in höheren Lagen können die verbleibenden wenigen Vegetationswochen kein sicheres Anwachsen der Saat mehr garantieren. Es stellt sich daher für viele Bauherren die Frage ob noch im Herbst begrünt werden soll, oder ob eine Begrünung im Frühjahr zielführender ist?

Methode

Schlafsaat ist eine Begrünung, die so spät in der Vegetationsperiode ausgeführt wird, dass die Keimung erst im darauf folgenden Frühjahr stattfindet. Das Saatgut „schläft“ sozusagen während der Winterzeit.
Der Aussaatzeitpunkt muss so gewählt werden, dass es im Herbst zu keiner Keimung kommt. Je nach Höhenlage und Witterung ergibt sich eine Saatzeit von Anfang Oktober bis Ende November.
Die Schlafsaat kann sowohl zur Erstbegrünung, aber auch zur Nachsaat bereits begrünter Flächen verwendet werden.

Saatgutmischungen

 

In Hochlagen dürfen nur standortgerechte Saatgutmischungen zum Einsatz kommen. Solche Mischungen müssen laut „Richtlinie für standortgerechte Begrünungen“ mindestens 60% an Alpingräsern enthalten. Die ReNatura® Alpinmischungen enthalten über 90% dieser alpinen Ökotypen und entsprechen damit diesen Anforderungen. Für den Bereich unterhalb der Waldgrenze stehen die standortgerechten ReNatura® Montan und Böschungsmischungen zur Verfügung.

Vorteile der Schlafsaat:

 

- Kein Zeitdruck bei der Ausführung von Baumaßnahmen
- Optimales Ausnutzen der Winterfeuchte im darauf folgenden Jahr.
- Guter Bodenschluss des Saatgutes.
- Kurze, kontrollierte Beweidung von tiefer gelegenen Flächen ist bereits am Ende des ersten Vegetationsjahres möglich.

Risiken der Schlafsaat

 

- Ankeimen des Saatgutes bei extremem Warmwetter auch im Spätherbst, was zu Ausfällen über den Winter führt.
- Speziell in Föhnlagen Verzicht auf Schlafsaat.
- Bei exponierten und steilen Flächen sowie starker Schmelzwasserentwicklung ist mit Abschwemmungen zu rechnen, was zusätzliche Schutzmaßnahmen (Verwendung von Kleber, Stroh, Heu) erfordert.

Zusammenfassung


Die Schlafsaat stellt eine Alternative zur Herbst- bzw. Frühjahrsansaat dar. Sie sollte verwendet werden wenn die verbleibende Vegetationszeit im Herbst kein sicheres anwachsen der Saat garantiert. Schlafsaaten sollten jedoch nur in Kombination mit standortgerechten Begrünungsmischungen durchgeführt werden.










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Beginn: 9:30 Uhr

Aufzuchtstation Ossiacher Tauern

Tauern 1, 9560 Feldkirchen

 

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