AAA
Kärntner Saatbau GenmbH
Krassnigstraße 45
9020 Klagenfurt

Was für ein Jahr 2008 – was kommt 2009?

Artikel lesen


Unsere Anschrift
Kärntner Saatbau GenmbH
Krassnigstraße 45
9020 Klagenfurt

office@saatbau.at
+43 (0) 463 / 51 22 08
+43 (0) 463 / 51 22 08 - 85
30.01.09 14:33

Die Euphorie zu Jahresbeginn ist im letzten Viertel des Jahres 2008 abrupt verflogen. Am Beginn des Jahres herrschte Aufbruchsstimmung, eine hohe Erwartungshaltung in aufstrebende Märkte, die Lagerbestände niedrig, die landwirtschaftlichen Rohstoffe unter lebhafter Nachfrage, wer braucht die Intervention und viele positive Meldungen mehr. In der zweiten Hälfte des Jahres dann die Ernüchterung, sinkende Nachfrage und Preiseinstürze – ja Erdrutsche. Ein völlig verändertes Bild und verunsicherte Landwirte. Was kommt 2009. Müssen wir uns auf so unberechenbare Märkte einstellen. Ich hoffe nicht. Das Preisniveau muss sowohl auf der Einkaufsseite wie auch auf der Verkaufsseite kalkulierbarer sein. Die Preise waren im letzten Jahr zu überhitzt, und kühlten sich in der Sommerhitze ab. Im Schlepptau mit der nahenden Finanzkrise. Die freie Marktwirtschaft ist Grundlage und nicht zu diskutieren, die totale Liberalisierung in der europäischen Landwirtschaft sollte man grundsätzlich überdenken. Vergleiche einer alpenländischen Landwirtschaft mit einer industrialisierten Landwirtschaft alla Ostdeutschland, Holland und England hinken, nicht nur ein wenig, sondern sehr viel. Eine Quotierung in einigen Bereichen hat auch etwas positives, siehe Milch und Zucker. Das operative Wirtschaften in der Landwirtschaft mit einer schwarzen Zahl unter dem Strich muss Voraussetzung sein. Die Zeichen für die Landwirtschaft im Allgemeinen zeigen langfristig nach oben. Steigende Bevölkerungszahlen und ein zugleich steigender Lebensstandard in vielen Teilen der Welt, Reduzierung der Agrarflächen durch Verbauung und Verödung und die Reduktion der Intensität in vielen Regionen als Folge der Finanzkrise.

Deckungsbeiträge – Vergleichen – Kostenkalkulation


Einer besonderen Aufmerksamkeit wird in Zukunft den Kosten in der Landwirtschaft geschenkt werden müssen. Gibt es zum einen Kosten, die direkt mit der Produktion in Verbindung stehen, so gibt es auch andere, die nicht direkt mit der Produktion in Verbindung stehen aber massive Auswirkungen und Kostennachteile haben könnten. Maschinenkosten werden vielerorts überschätzt. Vergleiche mit überbetrieblichen Einsätzen oder Maschinengemeinschaften sollten angestellt werden. Die Maschinen Ausstattung sollte optimiert werden. Dünger, Pflanzenschutz und Saatgut müssen für einen gesicherten Betriebsertrag eingesetzt werden. Hier spielen nicht nur die Kosten des Kaufes eine Rolle, sondern vielmehr der Einsatz und die Aufwandmenge. Wetterprognosen, Warndienste und überbetriebliche Netzwerke, sowie die heute gängige GPS Unterstützung können Kosten reduzieren, Bodenuntersuchungen sollten innerbetrieblich zum Standardrepertoire gehören. Die Auswahl der Kulturen und deren flächenmäßige Zuordnung können zur Kostenreduktion führen. Ebenso kann eine ordnungsgemäße Fruchtfolge Arbeitsspitzen reduzieren und so den Maschineneinsatz reduzieren. Unternehmerisch planen und unternehmerisch handeln sollte das oberste Ziel sein.

Fruchtfolge – der Weg zum Erfolg


Die Einhaltung einer ordnungsgemäßen Fruchtfolge ist nicht nur im biologischen Landbau der Schlüssel zum Erfolg, eine Fruchtfolge sollte auch die wesentliche Grundlage im konventionellen Landbau sein. Von der Zielsetzung her unterscheiden sich die beiden Bewirtschaftungssysteme aber schon etwas. Während man im biologischen Landbau die Anreicherung von Nährstoffen, die direkte und indirekte Unkrautbekämpfung als oberste Ziele verfolgt, sollte man im konventionellen Anbau durch die Fruchtfolge eine gewisse Diversifizierung des Marktfrucht Angebots erreichen. Beiden Systemen gemein ist aber der vorbeugende Schutz gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Dieser vorbeugende Schutz genießt besonders in Zeiten der Ausbreitung von Maiswurzelbohrer und Co hohe Aktualität.

Maiswurzelbohrer


Der westliche Maiswurzelbohrer (diabrotica virg. virg.) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gilt nach wie vor als der bedeutendste Maisschädling weltweit („Eine Milliarde Dollar Käfer“). Die Ausbreitung des Käfers erfolgte von den Flughäfen am Balkan in den frühen 90iger Jahren, als sich die Amerikaner am Balkan Krieg beteiligten, nach Österreich und seit dem Jahr 2008 hat dieser Käfer auch das Bundesland Kärnten befallen. Der Käfer kam entweder als „blinder Passagier“ über die Koralpe oder über die natürliche Verbreitung aus Slowenien. Entlang stark frequentierter Verkehrswege und in Gebieten mit sehr hohem Maisanteil kommt der Käfer besonders gut voran. Es gilt als sicher, dass sich der Käfer von Unterkärnten auch Richtung Klagenfurt und St. Veit an der Glan ausbreiten wird, da auch hier der Maisanteil sehr hoch ist.

Kontraktwirtschaft


In Zeiten unsicherer Agrarmärkte mit ständigen Auf und Ab’s wird die Vertragslandwirtschaft wieder zum Thema. Nicht nur garantierte Preise bietet eine Vertragslandwirtschaft, sondern auch Sicherheit in allen Produktionsschritten von der Aussaat bis zur Ernte und eine garantierte Abnahme. Im vergangenen Jahr wurde von der Villacher Brauerei, der Kärntner Landwirtschaftskammer und den Lagerhausorganisationen das Projekt Kärntner Braugerste geboren. Die Kärntner Saatbau liefert das Original Saatgut für den Anbau, die Kärntner Landwirte bauen die Braugerste auf ihren Feldern an und die Lagerhäuser kaufen die Rohware auf. Eine Idee welche allen Beteiligten Vorteile bringt. Preissicherheit für die Bauern sowie heimische Qualität und Sicherheit für die Brauerei, siehe Artikel Seite 10 und 11.

Deckungsbeitragsvergleiche und Vorschau auf Ernte 2009







<- Zurück zu: Aktuelles

 

Beginn: 9:30 Uhr

Aufzuchtstation Ossiacher Tauern

Tauern 1, 9560 Feldkirchen

 

<link...

mehr...
16.05.12 09:58
mehr...
02.03.12 11:55
Kärntner Saatbau... mehr...
16.01.12 13:13
zum Archiv ->