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Kärntner Saatbau GenmbH
Krassnigstraße 45
9020 Klagenfurt

Ehemalige Geschäftsführer der Kärntner Saatbau

Ehemalige Geschäftsführer der Kärntner Saatbau

Landwirtschaftsdirektor DI Alfred Heinzel, GF 1955 bis 1970

LWDir. DI Alfred Heinzel
LWDir. DI Alfred Heinzel

Entscheidende Umwandlungen erlebt!

 

Alfred Heinzel hat in seiner Berufslaufbahn alle entscheidenden Umwandlungen erlebt, die es seit dem Bestehen der Alpenrepublik Österreich überhaupt gab. Er begann als Angestellter des Landeskulturrates, machte 1932 dessen Umwandlung in die Landwirtschaftskammer mit, war von 1938 bis 1945 an der gigantischen Leistung der Ernährungssicherung während des Krieges beteiligt, die die Bauern gemeinsam mit dem „Reichsnährstand“ damals vollbracht haben. Man mag zu dieser Zeit stehen wie man will, diese Leistung wird nicht zu verkleinern sein. 1945 war das Jahr Null der zweiten Republik, ein Jahr Null im erschütterndsten Sinne. Es war von Grund auf aufzubauen, und da konnte sich ein Mann wie Alfred Heinzel voll entfalten. Der Höhepunkt seiner Arbeit war zweifellos der Aufbau einer landeseigenen bodenständigen Saatzucht mit der Organisation der landweiten Saatgutvermehrung, der Kärntner Saatbaugenossenschaft mit ihren Großanlagen auf dem früher kammereigenen Gelände des Perkohofes in Klagenfurt. Dadurch wurde der Getreidebau auch in Kärnten nach dem 2. Weltkrieg auf eine in ganz Österreich ebenbürtige Stufe des Ertrages und der Qualität gehoben.

Dkfm. Gustav Sacherer, GF 1970 bis 1989

Die Kärntner Saatbau hat nach Übernahme der Geschäftsführung von der Landwirtschaftskammer Anfang der 70er Jahre durch den Raiffeisenverband, bezogen auf das Land Kärnten, ihre herausragende Stellung weiter ausgebaut. Der hohe Stand des Organisationsablaufes und der Technik, geschaffen durch den Gründer des Betriebes, Dir. DI Alfred Heinzl, hatte selbst für die großen deutschen Anstalten in diesen Bereichen Vorbildwirkung. In den 70er und 80er Jahren wurde dem Markt entsprechend der Vertrieb in die Warenabteilung des Raiffeisenverband eingegliedert. Die Absatzsicherung bewirkte im Rahmen der Sortenumstellung (von z.T. Lasser – Eigenzüchtungen) eine Verminderung der Sortenvielfalt. Durch die engen Verbindungen mit den Ursprungszüchtern (direkt wegen Lizenzgebühren) war die Attraktivität in der Sortenwahl beim Landwirt überlegen. In diesen Jahren erreichte die Kärntner Saatbau den höchsten Saatgutwechsel im deutschen Sprachraum. Diese Entwicklung hat es ermöglicht, die Technik und die Lagerkapazitäten der Kärntner Saatbau auszubauen. Für die verhältnismäßig kleine Betriebsgröße wurde der große Investitionsrahmen auf gleichbleibend hohem bzw. leicht steigendem Eigenkapitalrahmen zu Gunsten des Eigentümers Landwirtschaft (niedrige Fremdkapitalzinsen) gehalten und ausgebaut.

Dr. Thomas Krassnitzer, GF 1989 bis 2000

Dr. Thomas Krassnitzer
Dr. Thomas Krassnitzer

Enorme Veränderungen

 

Die Veränderungen in den 90iger Jahren der Kärntner Saatbau haben die Ausrichtungen und die Geschäftsfelder der Kärntner Saatbau nachhaltig geprägt. Begonnen hat meine GF Tätigkeit Ende der 80iger Jahre, wo die Strukturen in der Kärntner Landwirtschaft für die heutigen Verhältnisse noch einfacher erschienen. Doch bald nach meinem Beginn in der Kärntner Saatbau zeigte sich, das die Landwirtschaft vor enormen Veränderungen stehen würde, und die Kärntner Saatbau, sich diesen ändernden Rahmenbedingungen anpassen musste. Die Vermehrungsflächen wurden durch strategische Partnerschaften, wie mit der Saatbau Linz, von 1200 ha auf 2000 ha ausgedehnt. Die Sortenentwicklungen und die Sortenprüfungen wurden mit anderen Firmen gemeinsam und kostenschonender durchgeführt.

Der Anteil der Getreideanbauflächen nahm Anfang der 90iger Jahre, bzw. durch den Beitritt zur EU dramatisch ab. Die Getreidesaatgutproduktion reduzierte sich, die Alternativensaatgutproduktion wurde verstärkt aufgenommen. Trotzdem stagnierte bzw. war der Kernbereich landwirtschaftliches Saatgut im Sinken begriffen. Neue Geschäftsfelder mussten gefunden werden. Durch sehr gute Kontakte und mein außerordentliches Interesse haben wir gemeinsam mit Dr. Lichtenegger und Dr. Krautzer die Alpine Saatgutproduktion aufgenommen. Anfangs schwierig und sehr mühsam, hat sich diese Sparte zu einem höchst profitablen Segment der Kärntner Saatbau entwickelt, wobei die wissenschaftlichen Begleitungen der beiden genannten Personen besonders wertvoll waren und immer noch sind.

Ing. Gerald Laggner, GF 2000 bis 2002

Ing. Gerald Laggner
Ing. Gerald Laggner

Neue Märkte erschließen

 

Der Bereich Landwirtschaftliches Saatgut war in meiner Zeit gekennzeichnet von den Vorbereitungen auf die anstehende Osterweiterung der EU mit steigendem Kostendruck für die österreichischen Landwirte. Damit verbunden war die steigende Problematik mit Nachbausaatgut und Mengendruck aus dem restlichen Österreich. Dem habe ich versucht mit verstärkter Kontraktproduktion vor allem im Bereich Alternativen zu begegnen. Gleichzeitig habe ich aber auch versucht, neue Märkte zu erschließen. Die bereits vorhandenen Kontakte nach Oberitalien wurden intensiviert.

Die gesamten Abläufe der Saatgutanerkennung und Qualitätssicherung wurden von Linz nach Wien verlagert und so mussten wir uns an die neuen Personen und Regelungen einstellen und die Rahmenbedingungen im Betrieb anpassen. Im Bereich BIO Saatgut haben wir mit unseren Versuchstechnikern erstmals 2001 eigene Bioversuche mit der Fachschule in Althofen angelegt. Ziel war es, bessere Aussagen für die Biotauglichkeit der einzelne Sorten zu erhalten. Wie auch im konventionellen Bereich haben wir aber auch den Kärntner Landwirten Unterstützung in Fragen der Produktionstechnik mit unseren Versuchsanordnungen gegeben.

Investiert wurde in die Sparte Neues Grün. Die Geschäftsbeziehungen und die Betreuungen im Bereich ReNatura – Alpin - Mischungen wurden ausgebaut, insbesondere zu den angrenzenden Nachbarländern. Flächendeckend über ganz Österreich wurde der Handel mit speziellen Rasenmischungen begonnen, die sich besonders für die Nachsaat und Regeneration von Rasenflächen eigen. Im genossenschaftlichen Bereich war das wichtigste Ereignis der Obmannwechsel am 28.10.2000 vom langjährigen Obmann Hr. Ing. Behrend Mohrenschildt zum sehr erfahrenen ÖR Franz Schmid.

 

 

Den gesamten Bericht "Ehemalige Geschäftsführer der Kärntner Saatbau" können sie hier als Acrobat PDF-Datei auf Ihren Computer downloaden.

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