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Kärntner Saatbau GenmbH
Krassnigstraße 45
9020 Klagenfurt

Pflanzenzüchtung der Kärntner Saatbau

Pflanzenzüchtung der Kärntner Saatbau

Bis 1962 wurde aktiv Getreide gezüchtet

Züchtungen und Sortenerhaltung

 

Die Züchtung neuer Sorten wurde bis 1962 betrieben. Bis Ende der 60er Jahre sind dann einzelne Sorten in die Österreichische Sortenliste eingetragen worden. Seit dieser Zeit wird neben der Saatgutvermehrung Erhaltungszüchtung betrieben. Das betrifft die Sorten "SW Kärntner Früher", "WW Erla Kolben", "WR Oberkärntner" als Eigenzüchtungen (Züchter: Dr. Lasser Ernst) und die Sorte "SG Carina" der Saatzucht Ackermann.

Die Erhaltungszüchtung wurde bis 1975 von Frau Lasser betrieben, seit diesem Zeitpunkt wird diese verantwortungsvolle Tätigkeit von Herrn Spanring durchgeführt. Im Rahmen der Erhaltungszüchtung werden jährlich "Selektionsbeete" der einzelnen Sorten angelegt, die einerseits dem Vermehrungsaufbau, andererseits der gezielten Einzelährenlauslese dienen. Aus diesen Einzelährennachkommenschaften werden dann wieder die Vermehrungsbestände aufgebaut. SW Kärntner Früher Kärntner Früher ist seit seiner Zulassung im Jahr 1959 die frühreifste Sommerweizensorte im österreichischen Sortiment mit der Backqualitätsgruppe "7". Seine besonders

 

SW Kärntner Früher


Kärntner Früher ist seit seiner Zulassung im Jahr 1959 die frühreifste Sommerweizensorte im österreichischen Sortiment mit der Backqualitätsgruppe "7". Seine besonders günstigen Rohprotein- bzw. Feuchtkleberwerte machen ihn zur begehrten Sorte für extensive Anbauer in den Randlagen des Getreidebaues, die ihr eigenes Brot backen.

Kärntner Früher eignet sich auch als Wechselweizen, seine Winterhärte ist allerdings mäßig. Die langstrohige Sorte muss aufgrund ihrer geringen Bestockungsneigung verhältnismäßig dicht (450 bis 550 Körner/m2) angebaut werden. Auch die geringe bis mittlere Kornzahl pro Ähre verlangt die hohe Aussaatdichte. Gegenüber Mehltau, Braunrost und Blattseptoria ist Kärntner Früher anfällig, gegenüber Schwarzrost besteht eine gute Toleranz. Hinsichtlich Ährenfusariumanfälligkeit ist Kärntner Früher die unempfindlichste Sorte im österreichischen Sommerweizensortiment.

 

WW Erla Kolben


Erla Kolben stammt aus der Züchtungsarbeit von Dr. Ernst Lasser und kann mit gutem Recht als die Krönung seiner Züchtungsarbeit bezeichnet werden. Diese Sorte wurde bereits 1951 aus Admonter Früh (Mutter) und Stamm 101 (Vater, Selektion aus ungarischem Theißweizen) gekreuzt. 1962 wird Erla Kolben in die staatliche Sortenprüfung gestellt und im Dezember 1965 in die österreichische Sortenliste eingetragen. Nach einem "Dornröschenschlaf" in den achtziger und neunziger Jahren ist Erla Kolben im Rahmen es ÖPULProgrammes durch die Maßnahme "Seltene Kulturpflanzen" wieder attraktiv geworden und erfreut sich aufgrund seiner hervorragenden Backqualität großer Beliebtheit. In seiner Backfähigkeit ist Erla Kolben nach wie vor unangefochten die Nummer 1 in Österreich - und das seit 40 Jahren.

Erla Kolben erreicht in der Praxis Erträge um 80% neuerer Qualitätsweizensorten der Qualitätsgruppe 7 bis 8. Die Standfestigkeit liegt mit der Note "7" praktisch auf einer Stufe mit der Hauptqualitätsweizensorte Capo (Note 6,5). Erla Kolben ist anfällig gegenüber Mehltau und Braunrost, gegen Schwarzrost (4) und Blatt- und Ährenseptoria (6) besteht eine mittlere Anfälligkeit.

Erla Kolben kann besonders bei frühem Anbau (erstes Oktoberdrittel) mit geringen Saatstärken angebaut werden (rund 300 Körner/m2). Die Sorte sollte bevorzugt bis zirka 20. Oktober ausgesät werden. Für ausgesprochene Spätsaaten (im November) ist Erla Kolben nicht empfehlenswert. Niedrige Saatstärken verbessern die knappe Standfestigkeit sichtlich. Bestandesdichten von 400 bis 500 Ähren je m2 sollten angestrebt werden. Durch die verhältnismäßig geringe Kornzahl je Ähre und ein mittleres Tausendkorngewicht kann mit dieser Ertragsstruktur ein Ertrag von rund 5000 kg/ha erzielt werden. (450 Ähren x 25 Körner/Ähre x 45 g TKG = 5.062 kg/ha).

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